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Fanclubsteckbrief: Vanessa Hinz Fanclub

„Vanessa Hinz Fanclub“

Gründung: 08.05.2015 in Schliersee

Mitglieder: derzeit 70 Mitglieder zwischen 16 und 70 Jahren, darunter viele Juniormitglieder

Weltcups: die meisten Mitglieder sind in Antholz, Ruhpolding und Hochfilzen vor Ort, teilweise auch Oberhof, Oslo und Östersund

Aktivitäten während des Sommers:  Im Sommer findet traditionell unser Fanclubtreffen statt, idealer Weise mit Vanessa. Außerdem fahren wir noch zu den Deutschen Meisterschaften.

Wir unterstützen: Außer Vanessa unterstützen wir natürlich auch die restlichen Deutschen aber wir haben da keinen den wir mehr unterstützen als einen Anderen.

Ausstattung: Man kann uns an unserer Fanclubkleidung erkennen, mittlerweile haben wir so einiges angefangen von der Mütze, Schal, Jacke bis hin zum T-Shirt für den Sommer in Vanessas Lieblingsfarbe Türkis.

Schönstes Ereignis: Das schönste Ereignis war die WM 2017 in Hochfilzen und der WM Empfang in Schliersee.

Kontakt: Unser Fanclub ist über die Homepage zu erreichen (https://vanessahinzfanclub.de, übers Kontaktformular), wer Mitglied werden möchte findet auf der Startseite direkt einen Link zum Mitgliedsantrag.

Quelle: biathlon-news.de


Vanessa Hinz trägt sich in das Goldene Buch ein

Die Schlierseer Biathletin und Teilnehmerin der Olympischen Spiele in Südkorea, Vanessa Hinz, hat sich nun in das Goldene Buch des Landkreises Miesbach eingetragen. Bei dem ursprünglichen Empfang zu Ehren aller Teilnehmer der Spiele aus dem Landkreis Miesbach war sie leider verhindert. Für Hinz war es bereits die zweite Eintragung in das Ehrenbuch – nach dem zweifachen Gewinn der Goldmedaillen im Biathlon bei den Weltmeisterschaften in Hochfilzen im Jahr 2017.

Für Landrat Wolfgang Rzehak war es eine große Freude, dass er die sympathische Sportlerin aus Schliersee jetzt zu einem Einzeltermin empfangen durfte. So gab es zwar diesmal keine Blasmusik, doch der Landrat konnte die 26-jährige Zolloberwachtmeisterin ausgiebig zu ihren sportlichen Erfolgen und zu ihren Plänen befragen.

Vanessa Hinz startet für den SC Schliersee. Ihre Karriere hatte sie als Langläuferin begonnen, war dann 2012 zum Biathlon gewechselt. Sie ist bisher dreimal Biathlon-Weltmeisterin geworden, jeweils immer mit der Staffel, 2015 in Kontiolathi (Staffel) und 2017 Hochfilzen (Mixed und Staffel).

Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang – Südkorea verpasste sie die Medaillen-Ränge knapp: Im Sprint wurde sie Fünfte, 15 Sekunden betrug der Abstand zum dritten Platz.

In der Mixed-Staffel war sie Startläuferin. Die Staffel wurde Vierte. Der italienische Zielläufer schnitt Arnd Peiffer (Holzkirchen) kurz vor dem Ziel den Weg ab. Doch ein Protest der deutschen Delegation war erfolglos.

Im März 2018 hat Vanessa Hinz den ersten Einzelsieg im Weltcup erreicht. Im finnischen Kontiolahti wurde sie Erste nach Massenstart über 12,5 Kilometer Strecke. Momentan hat sie das Training auf Schnee aber noch nicht wieder aufgenommen, doch im Weltcup und bei der Weltmeisterschaft will sie starten.

Landrat Rzehak wünschte der jungen Sportlerin für die Zukunft von ganzem Herzen alles Gute und sehr viel sportlichen Erfolg. Die Sportlerin könne sehr gerne wieder kommen, scherzte er. Drei Eintragungen in das Goldene Buch des Landkreises Miesbach hat bisher noch niemand erreicht.

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Quelle: Facebook Landkreis Miesbach 20.06.2018


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzte Hürde ist geschafft

Vanessa Hinz gelingt ihr erster Einzelsieg

Es sind 13,5 Sekunden. 13,5 Sekunden, die Vanessa Hinz am ende den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere in einem Einzelrennen bescheren. Die Schlierseerin läuft kopfschüttelnd über die Ziellinie und verneigt sich vor dem Publikum.

Im Massenstart von Kontiolahti (Finnland) muss Hinz 20 Schüsse unterbringen und trifft 20 Mal ins Schwarze. Damit gelingt ihr nach Titeln mit dem Team endlich auch allein ein Sieg.

„Ich bin einfach nur überglücklich“, sagt sie nach dem Triumph im ZDF-Interview. Die 25-Jährige wusste, dass sie mit der Qualifikation im Massenstart zu den besten 30 Biathletinnen der Welt gehört – und jetzt steht sie ganz oben. Bis zum letzten Schießen blieb es spannend. Gemeinsam mit Lisa Vitozzi (Italien) und Anais Chevalier (Frankreich) ging Hinz an den Schießstand.

So oft hatte die Schlierseerin Pech beim letzten Schießen. Zuletzt im Olympia-Sprint von Pyeongchang, als sie den letzten Schuss knapp danebensetzte und sich damit um eine Medaille brachte. Auch am Sonntagabend im finnischen Kontiolahti wurde es noch einmal spannend, denn auch hier ging die letzte Patrone ganz knapp an den Rand der Scheibe. Doch das Quäntchen Glück lag diesmal in den Händen von Hinz: Die Scheibe fiel, und die 25-Jährige ging mit einem soliden Vorsprung von knapp einer halben Minute in die Schlussrunde.

„Ich habe immer noch daran gezweifelt“, gibt Hinz zu. Den Vorsprung ließ sie sich allerdings nicht mehr nehmen, und so schaffte sie nicht nur ihren ersten Podestplatz in einem Einzelrennen, sondern trat auch gleich das erste Mal den Gang auf die Spitze des Treppchens an. Überglücklich dankte sie nach dem Rennen dem gesamten Team, denn auch die Skier waren für den großen Coup optimal hergerichtet.

Und dennoch hatte Hinz vor dem Rennen noch etwas mit sich gehadert: „Es war ein bisschen der Wurm drin.“ Im Training sei es richtig gut gelaufen, in den vorherigen Wettbewerben habe sie die Leistung dann nicht zeigen können. Noch am Tag zuvor musste sich Hinz im Single-Mixed-Relay gemeinsam mit Roman Rees mit Platz elf begnügen. Von den zehn Nachladern verursachte Hinz ganze acht. Das tut 24 Stunden später nichts mehr zur Sache. Denn jetzt hat Hinz allein einen Weltcupsieg – mit null Fehlschüssen.

Michael Eham

Quelle: Merkur 11.03.2018


Die Sportler des Jahres 2017: Vanessa Hinz und Lucas Bögl.

Sportler des Jahres 2017: Titelverteidigung mal zwei

8741 Stimmen sind ausgezählt, die Entscheidung ist gefallen: Die Sportler des Jahres 2017 im Landkreis Miesbach sind dieselben wie 2016. Hier gibt es alle Ergebnisse.

Landkreis – 8741 Stimmen sind ausgezählt, die Entscheidung ist gefallen: Die Sportler des Jahres 2017 im Landkreis Miesbach sind dieselben wie 2016: Wieder geht der Titel in der Frauen-Wertung an Vanessa Hinz, wieder war Lucas Bögl bei den Männern nicht zu schlagen. Bei der Mannschaft und im Nachwuchs gab es allerdings Premieren.

Biathletin Vanessa Hinz (SC Schliersee) krönte sich 2017 zur Doppel-Weltmeisterin. Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben die 25-Jährige dafür zur Landkreis-Sportlerin gewählt. Absoluter Stimmenkönig ist aber Lucas Bögl: 3313 Leser stimmten für den Skilangläufer aus Holzkirchen – so viele Stimmen bekam niemand sonst. Bögl belegte im vergangenen Jahr bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft überraschend Platz sechs mit der deutschen Staffel.

Mit 2968 Stimmen liegt auch Biathletin Stefanie Scherer in der Lesergunst ganz vorne: Die 21-Jährige vom SC Wall ist daher unsere Nachwuchssportlerin des Jahres. Deutlich war auch die Entscheidung in der Kategorie Mannschaften: Auf die Eisstockschützinnen Maria und Barbara Dialler, Katharina Spermann sowie Marianne und Barbara Guggemos von EC Fischbachau entfielen 2457 Stimmen. Die fünf holten sich 2017 das Double aus Meistertitel und Pokal.

Das Ergebnis zeigt auch: Wir sind ein Wintersport-Landkreis. Konnte im vergangenen Jahr Radsportlerin Lena Ostler die Dominanz als Nachwuchs-Sportlerin noch durchbrechen, gehen 2017 alle vier Titel ausnahmslos an Wintersportler. Im Kasten finden Sie die Übersicht aller nominierten Athleten und Teams. Die erste Zahl gibt dabei die Gesamtstimmen an, die zweite die Zahl der eingesandten Coupons, und die dritte steht für die Klicks bei der Online-Abstimmung.

Die Ergebnisse im Überblick

FRAUEN

1. Vanessa Hinz, Biathlon, 2721 Stimmen gesamt (2592 Coupons, 129 online)

2. Viktoria Rebensburg, Ski Alpin, 2419 (2282, 137)

3. Natalie Geisenberger, Rennrodeln, 1673 (1591, 82)

4. Cheyenne Loch, Snowboard Alpin, 339 Stimmen (252, 87)

5. Ariane Servatius, Feldhockey, 333 Stimmen (233, 100)

MÄNNER

1. Lucas Bögl, Skilanglauf, 3313 (3225, 88)

2. Felix Remuta, Kunstturnen, 1475 (1359, 116)

3. Andreas Eder, Eishockey, 1346 (1299, 47)

4. Florian Wilmsmann, Skicross, 644 (612, 32)

5. Benedikt Zeisel, Fußball, 451 (384, 67)

NACHWUCHS

1. Stefanie Scherer, Biathlon, 2968 (2892, 76)

2. Florian Erlacher, Ski Alpin, 1493 (1455, 38)

3. Andreas Estner, Motorsport, 1149 (1122, 27)

4. Christina Stumböck, Leichtathletik, 1111 (1064, 47)

5. Felix Krammer, Golf, 413 (373, 40)

MANNSCHAFTEN

1. EC Fischbachau, Eisstockschießen, 2457 (2269, 188)

2. TEV Miesbach, Eishockey, 1631 (1578, 53)

3. TuS Holzkirchen, Fußball, 1277 (1220, 57)

4. Maloja Pushbikers, Radsport, 835 (759, 76)

5. Judo-Team Oberland, Kampfsport, 749 (695, 54)

Quelle: Merkur 23.02.2018


Olympische Winterspiele 2018

Hinz ganz nah an der Medaille

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Enttäuschung pur: Vanessa Hinz und Erik Lesser werden im Zielb ereich von Betreuern getröstet. © Hendrik Schmidt / dpa

von Michael Eham

Vanessa Hinz macht in der Mixed-Staffel ein ganz starkes Rennen und bleibt in beiden Schießen fehlerfrei. Doch am Ende reicht es für die deutsche Biathlon-Mannschaft nur zu Rang vier.

Pyeongchang – Es war wohl eines der bittersten Rennen ihrer Karriere. Am Ende der Biathlon-Mixed-Staffel hat Vanessa Hinz (SC Schliersee) ihre erste olympische Medaille knapp verpasst. Gemeinsam mit dem Team – bestehend aus Laura Dahlmeier (SC Partenkirchen), Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain) und Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld) – wurde die 25-Jährige nur Vierte. Noch bis zum vorletzten Schießen lag die deutsche Mannschaft auf Gold-Kurs.

Das Rennen begann für Team Deutschland richtig gut. Hinz übernahm auf der ersten Runde zwischendurch sogar die Führungsarbeit. „Natürlich war das nicht leicht nach den letzten Rennen“, gibt die Schlierseerin zu und spielt dabei auf den Massenstart vom Samstag an, in dem sie nur 25. wurde. „Aber die Nominierung für die Mixed-Staffel und das Training am Montag haben mir Selbstbewusstsein gegeben.“

Das bewies die 25-Jährige vom SC Schliersee schon beim ersten Schießen, das sie in nur 25 Sekunden fehlerfrei absolvierte. Hinz ging in der Spitzengruppe gemeinsam mit den Läuferinnen aus Italien, Kasachstan und Frankreich in die Loipe. Sie blieb dran und rechtfertigte auch mit einem fehlerfreien Stehendanschlag die Entscheidung der Trainer. „Die Bedingungen waren nicht die leichtesten, aber ich denke, mir ist das ganz gut gelungen“, sagt Hinz zufrieden mit ihrem Auftritt. Das zeigte sie nochmals auf der letzten Runde, in der sie sich dicht hinter der italienischen Führenden Lisa Vittozzi einreihte und mit nur 2,2 Sekunden Rückstand an Dahlmeier übergab. Diese brachte Deutschland dann in Führung und übergab mit einer halbe Minute Vorsprung an Lesser.

Auch dieser blieb souverän und hielt die Konkurrenz auf Abstand. Doch mit Schlussläufer Peiffer, der kurzfristig für den angeschlagenen Simon Schempp eingesprungen war, begann das Drama. Mit 32 Sekunden Vorsprung auf das Verfolgertrio Italien, Frankreich und mittlerweile Norwegen, ging Peiffer ins Rennen. Im Liegen musste er zweimal nachladen, der Vorsprung schrumpfte. Martin Fourcade zeigte in der Folge eine Machtdemonstration und sicherte Frankreich die Goldmedaille. Ihm zog der Norweger Emil Hegle Svendsen nach, sodass der Kampf um Bronze zwischen Peiffer – der auch beim Stehendschießen nachladen musste – und dem Italiener Dominik Windisch ausgetragen wurde. Der Deutsche zog den Kürzeren.

„Das ist natürlich ärgerlich, und ich bin enttäuscht“, gesteht Hinz. „Aber ich mache Arnd absolut keinen Vorwurf. Das passiert einfach.“ Mit ihrer Leistung kann sie sehr zufrieden sein.

Quelle: Merkur 20.02.2018


Olympische Winterspiele 2018

Hinz nervös wie beim Raiffeisen-Cup

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht’s. Vanessa Hinz (l.) startet am Samstag im 12,5 Kilometer langen Massenstart. © Michael Kappeler / dpa

von Michael Eham

Ihr Olympia-Debüt hat Biathletin Vanessa Hinz am vergangenem Samstag bravurös gemeistert. Dennoch geht sie auch am Samstag wieder mit Aufregung in den Massenstart.

Pyeongchang – Acht Tage ist die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang jetzt her. Eine Woche ist vergangen, seit Vanessa Hinz ihren ersten Wettkampf auf der größtmöglichen Sportbühne hatte. Eine Woche ist auch ihr starker Auftritt im Olympia-Sprint her. Und noch immer hat sich die Aufregung bei der 25-Jährigen noch nicht ganz gelegt. Auch nicht vor dem Massenstart am Samstag. Nach ihrem fünften Platz im Sprint und Rang 13 in der Verfolgung pausierte Hinz im Einzelwettbewerb am Donnerstag. Dieser hätte eigentlich schon einen Tag vorher stattfinden sollen, wurde allerdings aufgrund zu starkem Windes verschoben.

„Natürlich ist das eine Herausforderung mit dem Wind“, erklärt die Schlierseerin, die das Problem von den Trainings und ihren Wettkämpfen in Pyeongchang kennt. „Der Wind bleibt nicht konstant, und wenn dich da eine Böe wegdrückt, dann ist es halt einfach schwierig.“

Weiterhin zieht die deutsche Mannschaft die Zeitumstellung von vier statt acht Stunden durch. Damit kommt Hinz auch gut klar. „Ich fühle mich immer noch gut und fit“, sagt sie zuversichtlich. Sie ist von Anfang an gut in Südkorea angekommen. Ein bisschen komisch sei die halbe Zeitumstellung allerdings schon noch. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern – genauso wenig wie die Aufregung vor den Rennen. „Da ist es eigentlich wurscht – selbst wenn’s ein Raiffeisen-Cup wäre, wäre ich noch ein bisschen aufgeregt.“

Quelle: Merkur 16.02.2018


Sensationelles Debüt von Vanessa Hinz bei Olympia

„Du rockst das Ding jetzt!“

Auf den Punkt in Top-Form: Vanessa Hinz überraschte bei ihrer Olympia-Premiere mit einer starken Leistung. Mit etwas mehr Konzentration beim letzten Schuss wäre sogar eine Medaille möglich gewesen.

 

Es war knapp. Sehr knapp. Es waren ein paar Millimeter oberhalb des des Zielfeldes, die Biathletin Vanessa Hinz am Ende ihres ersten olympischen Rennens von der großen Sensation trennten.

Beim Sprintwettbewerb von Pyeongchang wurde die 25-Jährige aus Schliersee letztlich Fünfte – und das ist ein richtig starkes Ergebnis.

Ihr erstes olympisches Rennen bescherte der ehemaligen Langläuferin einen Cocktail an Emotionen: „Das ist natürlich der Wahnsinn“, stellte sie fest. Für den großen Traum von Olympia arbeite jeder Sportler jahrelang hin – es sei das eine große Ziel. Und wenn der große Tag da ist, muss man liefern. „Ich habe mir einfach gedacht: Du rockst das Ding jetzt!“

Doch dabei war das Rennen zu Beginn alles andere als einfach. „Am Anfang habe ich ganz schön kassiert“, erzählt Hinz. Die Schlierseerin zeigte Biss und kämpfte sich mehr und mehr in die Strecke. „Dann habe ich mich während des Rennens aber ganz gut gefühlt.“

Ein gutes Gefühl hatte Hinz auch beim Schießen. Im Liegendanschlag blieb sie ruhig und fehlerfrei. So sah es auch beim zweiten und letzten Schießen im Stehen aus. Hinz traf souverän die ersten vier Scheiben. Dann kam der „verdammte fünfte Schuss“: Den Letzten setzte die Athletin vom SC Schliersee knapp vorbei – ein paar wenige Millimeter zu hoch. „Das war ein Leichtsinnsfehler“, erklärt Hinz. „Ich habe das Gewehr zu früh weggezogen.“

Ein Leichtsinnsfehler, der eine olympische Silbermedaille gekostet hat. „Natürlich habe ich mich kurz geärgert, aber dann denkt man schon wieder an das nächste Rennen.“ Ganz vergessen ist der Fehler aber doch noch nicht. Da ist es gut, dass es gleich Schlag auf Schlag weitergeht. Heute Vormittag (11.10 Uhr) geht Hinz in der Verfolgung als Fünfte ins Rennen. Zu einer Medaillenkandidatin macht sie das starke Ergebnis zwar nicht, zum erweiterten Kreis kann man sie aber jetzt durchaus zählen.

Quelle: Merkur 11.02.2018


Olympiafieber: Vanessa Hinz aus Schliersee fliegt nach Pyeongchang

Vanessa Hinz (Biathlon) freut sich riesig, Schliersee bei Olympia vertreten zu können. Die Dreifach-Weltmeisterin nimmt immer etwas von zu Hause mit, wenn sie um die Welt reist. Auch das T-Shirt, das sie vom SC Schliersee als Glücksbringer überreicht bekommen hat, wird definitiv Platz in ihrem Koffer finden.

Bei einem letzten Besuch bei ihrer Familie in Schliersee vor dem großen Abenteuer „Olympia“ hat sie noch kurz Zeit gefunden für ein kurzes Gespräch mit unserem Kuramtsleiter Mathias Schrön.

Danke, Vanessa, Schliersee drückt dir ganz fest die Daumen!

Vanessa Hinz hat mit elf Jahren mit Langlaufen hier bei uns beim SC Schliersee angefangen. Drei Weltmeistertitel später startet sie jetzt zum ersten Mal bei Olympia – im Biathlon.

Ab 10. Februar 2018 gehen bei ihr die Wettbewerbe in Südkorea los.

Quelle: Schliersee Magazin 06.02.2018


Neugierig nach Südkorea

Biathletin Vanessa Hinz vor ihrer ersten Olympia-Teilnahme / Abflug am Montag

 

Vanessa Hinz ist neugierig auf das olympische Dorf und die besondere Atmosphäre – und hofft auf viele Einsätze.

Schliersee – Die Vorfreude ist natürlich groß – und die Neugierde genauso. „Ich bin schon gespannt, wie es dort ist, im olympischen Dorf, im deutschen Haus“, sagt Vanessa Hinz. Für die 25-jährige Biathletin aus Schliersee geht „ein Kindheitstraum“ in Erfüllung. Am kommenden Montag wird sie mit der gesamten deutschen Biathlon-Mannschaft in München in den Flieger steigen und dann nach Südkorea abheben. Dann trifft sie übrigens nicht nur ihre Teamkollegen, sondern auch eine Landkreis-Kollegin: Skistar Viktoria Rebensburg aus Kreuth wird mit in der Maschine sitzen.

Während „Vicky“ bei den deutschen Alpin-Damen einzige aussichtsreiche Medaillenkandidatin ist, stellt sich die Ausgangslage für Vanessa Hinz komplett anders dar. Sie ist Teil einer extrem starken Damen-Mannschaft. Sechs Biathletinnen reisen nach Pyeong­chang, hoffen auf viele Einsätze und Medaillen. Im Fokus steht natürlich Laura Dahlmeier, auf der die größten Hoffnungen ruhen. Aber auch der Rest des Teams ist immer für eine Topplatzierung und den ein oder anderen Sieg gut. Für Vanessa Hinz stehen in dieser Saison in Einzelwettbewerben drei Top-Ten-Platzierungen zu Buche. Beim Saisonauftakt im schwedischen Östersund lief sie mit Erik Lesser in der Single Mixed Staffel gleich auf Platz zwei, im Verfolgungsrennen machte sie dann mit Platz acht zudem die Olympianorm klar. „Relativ gut“, findet Hinz, sei die Saison bisher für sie gelaufen. Mit den Auftritten bei den Heimweltcups in Ruhpolding und Oberhof ist sie aber nicht zufrieden, „holprig“ waren diese. Doch zuletzt zeigte die Formkurve wieder klar nach oben, im letzten Wettkampf vor Olympia, dem Massenstart in Antholz , wurde sie Neunte. „Der Aufbau stimmt“, sagt Hinz. Ohnehin merkt sie, dass sie sich von Jahr zu Jahr stabilisiert und an Wettkampfhärte zulegt. Nun macht sie sich mit einem „guten Gefühl“ auf die Reise. Was sie erwartet, weiß sie als Olympia-Neuling nicht. Aber sie weiß, wie es mit guten Ergebnissen klappen kann: „Es geht darum, mein Ding zu laufen“, sagt Hinz. „Im Endeffekt ist es nichts anderes wie jeder Wettkampf.“ Dennoch ist ihr klar, dass es nicht so einfach wird. Weil Olympia halt doch was Anderes ist, „einfach vom Kopf her“, wie Hinz ahnt. Ziele formuliert sie deshalb nicht, sagt nur: „Wenn ich das Maximale raushole, kann ich zufrieden sein.“ Sie will das Gefühl haben, einen guten Wettkampf abgeliefert zu haben. Reicht‘s dann am Ende für eine gute Platzierung, wird sie sicher nichts dagegen haben. „Aber Hauptsache dabei sein“, freut sie sich auch ganz im Sinne des olympischen Gedankens. Deutlich höher ist die Erwartung bei den Biathlon-Fans, vor allem auch an die Staffel. Die deutschen Damen werden als Favoriten am Start stehen. „Da möchte jede dabei sein“, weiß Hinz. Sie ist Staffel-Doppelweltmeisterin und hat sich als sichere Kraft etabliert. Allerdings erwischte die Schlierseerin in diesem Winter als Startläuferin auch einmal einen rabenschwarzen Tag, am Ende wurde das deutsche Quartett Zweiter. Wer zum Einsatz kommt, entscheiden die Trainer kurzfristig, ebenso für die anderen Wettkämpfe. Sicher ist Hinz ein Platz im Massenstart (17. Februar, 12.15 Uhr), da ist sie als 15. des Gesamtweltcups gesetzt. Im Massenstart hat sie in dieser Saison auch ihr bestes Einzelergebnis erzielt: Platz fünf in Annecy. Der erste Olympia-Wettbewerb für die Biathletinnen ist der Sprint am Samstag, 10. Februar, um 12.15 Uhr. Darf Hinz starten, sind ihr nicht nur viele gedrückte Daumen in der Heimat sicher, sondern auch Anfeuerung an der Loipe. Ihr Papa und einige Bekannte reisen ebenfalls nach Südkorea. „Ich bin froh, dass ein paar aus Schliersee dabei sind“, freut sie sich. „A bissl was von zuhause“ wird sie auch in den Koffer packen. Einen bestimmten Glücksbringer aber nicht. Den benötigt sie nicht, sie muss sich nur ihrer Stärken bewusst bleiben – und eben ihr Ding laufen.

Quelle: Das gelbe Blatt 02.02.2018


Zu viele Strafminuten kassiert

Vanessa Hinz nur auf Platz 31

Vanessa Hinz kommt weiter nicht so richtig in Fahrt im neuen Jahr. Im Einzelrennen von Ruhpolding wurde die Schlierseerin heute Nachmittag 31..

Der Rückstand auf die Siegerin Dorothea Wierer betrug am Ende über drei Minuten – drei Minuten, die Hinz als Strafminuten während des Rennens kassiert hatte.

Schon bei der ersten von vier Schießeinlagen war klar, dass es keine Topplatzierung werden würde. Zwei Fehler im ersten Liegendschießen, ein weiterer dann in der zweiten Einlage im Stehen. „Mit drei Fehlern kann man nicht mehr oben mitmischen“, stellt Hinz verärgert fest. Besonders laut zu hören gewesen sei der Stadionsprecher in der Chiemgau-Arena. „Das hört man tatsächlich, und es erhöht auch den Druck beim Schießen, wenn der Stadionsprecher dauernd den eigenen Namen sagt“, erklärt die 25-Jährige.

Mit ihrer läuferischen Leistung kann die Biathletin vom SC Schliersee dagegen gut leben. „Ich habe mich auch in der ersten Runde gut gefühlt und konnte die schnell angehen.“ In den letzten beiden Schießeinlagen blieb die 25-Jährige dann fehlerfrei und sicherte sich trotz aller Widrigkeiten noch einen Platz in den Punkterängen. Zehn Zähler kommen nun auf das Weltcup-Konto von Vanessa Hinz – trotz der drei Fehlschüsse. Damit liegt sie jetzt in der Gesamtwertung auf Platz 20.

Michael Eham

Quelle: Merkur 11.01.2018


Mittendrin und immer dabei: Vanessa Hinz m it ihren Fans aus dem Landkreis.

Auf Du und Du mit dem Biathlon-Star

Wahre Fans folgen ihrem Star (fast) überall hin. Erst recht, wenn es ein Beinahe-Heimspiel wie jetzt beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding ist. Das lassen sich die vornehmlich im Brucker Landkreis-Norden ansässigen Anhänger von Biathlon-Ass Vanessa Hinz nicht entgehen.

Wenigmünchen – Zuletzt stand die Schlierseerin Vanessa Hinz schon wieder auf dem Weltcup-Treppchen: In Oberhof wurde sie zusammen mit ihren Biathlon-Kolleginnen Denise Herrmann, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt nach einer furiosen Aufholjagd Zweite hinter den Französinnen. Im Ziel wurde die 25-Jährige von ihrem Fanclub begeistert gefeiert – obwohl sie als Startläuferin nicht ihren besten Tag gehabt hatte. Am Donnerstag werden die Schlachtenbummler wieder vor Ort sein. Diesmal ist die Anfahrt zum Weltcup-Einzelwettbewerb nach Ruhpolding nicht ganz so weit (14:20 Uhr live im ZDF und auf Eurosport).

Chef und Gründer des Fanclubs ist der Wenigmünchner Thomas Weber, der zuvor viele Jahre ein gleiches Projekt für die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin Andrea Henkel gemanagt hatte. Die hat mittlerweile ihre Karriere beendet und lebt mit dem weiterhin in der Biathlon-Szene aktiven US-Amerikaner Tim Burke in Lake Placid.

„Wir versuchen, bei möglichst vielen Veranstaltungen vor Ort zu sein und Vanessa zu unterstützen“, erklärt Weber. In Thüringen war der zweifache Familienvater zwar nicht persönlich, aber dass er nach Ruhpolding fährt, ist Ehrensache. Ebenso zum Weltcup nach Antholz in Südtirol eine Woche später. „Meist kommt Vanessa nach einem Rennen kurz bei uns vorbei, der Kontakt ist wirklich hervorragend.“ Manchmal klappt es mit dem Informationsfluss nicht ganz so wie geplant. Etwa am 30. Dezember, als der Fanclub-Boss mit seiner kompletten Ausrüstung (Plakate, Aufsteller, Fahnen) zum City-Biathlon nach Garmisch-Partenkirchen gedüst war – um dort zu erfahren, dass sich Hinz wegen einer Erkältung schonte. Einen Vorwurf macht der Chef-Fan seinem Idol aber nicht. Webers Kritik richtet sich stattdessen gegen die Fun-Veranstaltungen, wie er die City-Marathons nennt: „Die Belastung ist hoch, der sportliche Wert gering.“

Dass Vanessa Hinz ihre Olympia-Teilnahme schon beim ersten Weltcup-Rennen im schwedischen Östersund geschafft hat (auch da waren Fanclub-Mitglieder dabei), freut Weber mächtig. Auch wenn er nicht in Südkorea dabei sein kann. Er wird dann am Fernseher sitzen und der Biathletin die Daumen drücken.

Horst Kramer

Merkur 11.01.2018


Genau zielen will Vanessa Hinz in Ruhpolding. Denn jeder Schießfehler bedeutet eine Strafminute.

Fehlschüsse für Vanessa Hinz verboten

Für Vanessa Hinz geht es ab heute in den zweiten Heim-Weltcup nach Ruhpolding.

Für sie ist das ein echtes Heimspiel, denn dort trainiert die Schlierseerin über das Jahr hinweg am Biathlon-Stützpunkt. Los geht’s mit dem Einzelwettbewerb, am Samstag und Sonntag folgen Staffel und Massenstart.

Für das Einzel muss Hinz den Kopf wieder frei bekommen und vor allem bei den Schießeinlagen konzentrierter zur Sache gehen. In Oberhof haderte sie vergangene Woche mit ihrer Schießleistung. „Das habe ich schon am Sonntag wieder abgehakt“, erzählt die 25-Jährige. „Sowas passiert halt mal.“

Abgehakt muss auch die Staffel vom Sonntag sein, denn in keinem Wettkampfmodus ist das Schießen so wichtig wie im Einzel. 20 Mal müssen die Athletinnen auf die Scheiben zielen, und jeder Schießfehler führt automatisch zu einer Strafminute. „Ich finde eine Minute zu viel, das ist überholt“, meint Hinz. „Aber ich peile die null Fehler an, und dann schauen wir, wie nahe ich dem Ziel komme.“

Gesundheitlich fühlt sich die Biathletin vom SC Schliersee wieder fit und hat keinerlei Beschwerden mehr. Dadurch dass im Einzel die Konkurrenz nacheinander in die Loipe geht und quasi nur gegen die Uhr läuft, ist der Wettkampf nicht der spannendste. Aber auch im Einzel über 15 Kilometer werden die Fans ihre deutschen Stars nach vorne peitschen.

Michael Eham

Quelle: Merkur 10.01.2018


Kontrastreduzierte Zone: Der starke Schneefall erschwerte Vanessa Hinz – hier verfolgt von der Ungarin Emöke Szöcs – das Anvisieren der Zielscheiben. Zweimal schoss sie daneben und musste in die Strafrunde.

Vanessa Hinz landet auf Platz 27 im Sprint

Unter heftigem Schneefall hat Vanessa Hinz am Freitagnachmittag die nächsten Punkte im Biathlon-Weltcup eingefahren.

14 an der Zahl bringt ihr der 27. Platz beim Sprint von Hochfilzen. Dabei hatte Hinz wie so viele Athletinnen etwas Probleme beim Schießen. „Vor allem im liegend Anschlag war der Schnee schon eine Herausforderung“, erzählt Hinz nach dem Rennen auf dem Fahrrad beim Ausradeln.

Wenn die dicken Schneeflocken vor den Scheiben in der Luft liegen, dann wird es für die Athletinnen immer schwieriger, die Kontraste zwischen den schwarzen Scheiben und dem weißen Hintergrund zu erkennen. Noch mehr als der Fehler im Liegen ärgert die Schlierseerin der Fehler im Stehendschießen. „Wir haben bei null Wind vor dem Rennen angeschossen. Dann war das im Liegen schon eine Umstellung“, findet Hinz. „Im Stehen waren die Bedingungen absolut beherrschbar.“ Außerdem sei Biathlon ein Wintersport, und was gäbe es schöneres, als wenn Schnee dabei ist?

Mit dem Ergebnis kann die 25-Jährige allerdings trotzdem einigermaßen leben. In der Verfolgung geht sie an diesem Samstag mit gut eineinhalb Minuten hinter der Siegerin Darya Domracheva in die Loipe. Am Sonntag steht dann noch die Staffel an. Ob Hinz dort ebenfalls an den Start gehen darf, entscheiden die Team-Verantwortlichen erst nach dem Verfolgungsrennen am Samstag. „Natürlich würde ich auch die Staffel gerne laufen“, erklärt die Athletin vom SC Schliersee. „Das müssen aber die Trainer entscheiden.“ Auf die Anstrengung von drei Rennen und 23,5 Rennkilometern angesprochen, sagt Hinz: „Darauf trainieren wir das ganze Jahr.“

Michael Eham

Quelle: Merkur 08.12.2017


Vanessa Hinz nimmt am ersten Weltcup-Wochenende die erste Hürde

Einmal Östersund und qualifiziert

Biathlon: Weltcup
Erste Hürde der Saison gemeistert: Vanessa Hinz hat die DSV-Norm für die Olympischen Spiele geschafft.

Vanessa Hinz hat auch in dieser Saison am ersten Weltcup-Wochenende in Östersund die DSV-Norm für die Olympischen Spiele erreicht.

Vor einem Jahr schaffte die 25-Jährige dort die Qualifikation für die Weltmeisterschaften – entweder einmal in die Top acht oder zweimal in die Top 15. Am Freitag wurde die Schlierseerin im Sprint 16. – gestern schaffte sie in der Verfolgung den Sprung auf Rang acht: Olympia-Norm abgehakt.

Im Sprint traf Hinz neun von zehn Schüssen, einzig im Liegendanschlag ging einer daneben. Eine solide läuferische Leistung führte zu Platz 16. Damit wurde Hinz beim Überraschungssieg von Denise Herrmann viertbeste Deutsche – allerdings knapp an der halben Olympia-Norm vorbei.

„Das war für alle anderen ein Thema, aber für mich nicht“, sagt Hinz. „Ich war einfach froh, dass ich noch in die Punkte gelaufen bin, weil das Feld so eng beieinander war.“ Die Saison sei aber noch lang, und das Erreichen der Norm bedeutet noch nicht, dass die Athleten tatsächlich auch nach Pyeongchang dürfen. Das entscheiden in den Wochen vor Olympia die Trainer.

Ein nahezu perfektes Rennen gelang der Schlierseerin am Sonntag, als sie bei der Verfolgung auf Platz acht lief. Wieder nur ein Fehler, wieder im Liegen. Beim zweiten Mal im Liegendanschlag traf Hinz beim ersten Schuss den Rand – die Scheibe fiel nur knapp. „Da habe ich mich erst geärgert, dass die Scheibe stehen blieb.“ Erst beim zweiten Schuss habe sie gemerkt, dass die Scheibe doch umgefallen war.

Auf der letzten Runde entwickelte sich ein Zweikampf um Platz sieben mit der enorm starken Läuferin Kaisa Mäkäräinen, den Hinz zwar knapp verlor. „Aber ich habe gesehen, dass ich auch mit Kaisa mithalten kann“, sagt sie. „Auch wenn ich läuferisch noch nicht in Topform bin.“ Dafür fehle ihr noch die nötige Wettkampfhärte.

Michael Eham

Quelle: Merkur 04.12.2017


 “Man darf sich nicht verrückt machen lassen”

Biathletin Vanessa Hinz über den Saisonstart und mentale Herausforderungen am Schießstand.

Andreas Morbach
 Vanessa Hinz im Biathlonzentrum Ruhpolding. 2015 und 2017 gewann die 25-Jährige jeweils WM-Gold mit der deutschen Frauenstaffel

Foto: Ernst Wukits

Frau Hinz, was sagt Ihnen die Zahlenreihe 10–6–8?

Vanessa Hinz: Mmmh. Gute Frage, vielleicht waren das meine Platzierungen im letzten Jahr?

Richtig, die im Einzel, wo jeder Schießfehler eine Strafminute bringt.
 Da war ich ja gar nicht so schlecht.

Für eine ehemalige Langläuferin wie Sie ist das im schießlastigen Einzel eine bemerkenswerte Bilanz.

Ich war selbst überrascht, als ich übers Internet erfuhr, dass ich Zweite in der Disziplinwertung geworden war. So viele Einzelrennen hat man während einer Saison ja nicht. Aber es ist natürlich schön zu sehen: Ja, ich kann schießen. Gerade im Einzel, wo ich mir immer so viele Gedanken mache.

Das Schießen war schließlich auch nicht das Erste, was Sie in Ihrem Sportlerinnenleben gelernt haben.

Ein Geheimnis gibt es da nicht. Ich versuche einfach, es wie im Training zu machen – da treffe ich ja auch. Man darf sich halt nicht verrückt machen lassen.

Das Einzel als Auftakt in Östersund kommt Ihnen da vermutlich gelegen, oder?

Eigentlich ist es mir wurscht, welcher Wettkampf als erster kommt. Da passt mir eigentlich alles. Ich freue mich einfach, dass es wieder los geht. Mit richtigen Wettkämpfen auf Schnee.

Mögen Sie die Strecke und das Ambiente in Östersund denn?

Die Dunkelheit und dass die Sonne nicht wirklich aufgeht, das drückt manchmal schon aufs Gemüt. Die Strecke, dachte ich immer, liegt mir nicht so. In den letzten Jahren war ich aber doch zufrieden mit meinen Ergebnissen. Es ist insgesamt nicht mein Lieblingsweltcuport. Ich sage aber nicht: Das belastet mich.

Mit Denise Herrmann kommt gerade eine weitere Skilangläuferin in den Weltcup, ihre Schießleistung schwankt noch sehr. Vor zwei Jahren sagten Sie selbst noch , seien Sie beim Schießen nicht mehr bei sich selbst gewesen. Was genau hat Sie da nach vorne gebracht?

Man darf im Biathlon einfach nichts für selbstverständlich nehmen. Ich habe versucht, ein gutes Rennen auch mal zu genießen und zu sagen: Hey, das habe ich jetzt geschafft. Und nicht sofort wieder darüber nachdenken, was man noch besser machen kann.

Haben Sie das allein im stillen Kämmerlein herausgefunden? Oder mentale Hilfe in Anspruch genommen?

Jeder von uns hat jemanden, der ihn unterstützt, die eine mehr, die andere weniger. Ich habe vor allem viel mit meiner Familie gesprochen, weil die mich von klein auf kennt und unterstützt hat. Die Familie bringt mich auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Auf die Art habe ich auch vieles selbst herausgefunden.

Sie waren eine von neun Langläuferinnen, die dem Vorschlag der Spitze des Deutschen Skiverbandes (DSV), es doch mal mit Biathlon zu probieren, zwei Jahre vor den Spielen in Sotschi gefolgt sind. Mussten Sie dazu erst überredet werden, oder hat der Verband bei Ihnen offene Türen eingerannt?

Der DSV hat uns damals einen Brief geschrieben. Ich hatte schon einen Urlaub gebucht – und es war eigentlich eher mein Vater, der gesagt hat: Hey, probiere das aus! Dann kannst du wenigstens mit Gewissheit sagen, das ist nichts für dich. Bei uns war es schon immer so, auch beim Essen: Man muss alles probieren, damit man sagen kann – ich mag es nicht. Klar, für Biathlon hatte ich immer schon eine gewisse Begeisterung. Aber ich hatte halt nie die Möglichkeit dazu – weil es in Schliersee keinen Schießstand gibt. Der DSV brauchte bei mir also keine Überredungskunst, um mich zu ködern. Also habe ich es Anfang April in Ruhpolding ein paar Tage lang ausprobiert, bin dann erst mal in Urlaub gefahren und habe mir da wenige Gedanken darüber gemacht. Ich weiß nur, dass ich, nach dem Urlaub, am 24. April 2012 zu Hause aufgewacht bin und gewusst habe: Okay, ich mach’s. Jetzt geht’s los.

Wenn Ski und Gewehr dann mal irgendwann ruhen, schauen Sie sich gerne in der Welt um, oft auch mit dem Rucksack. Vor eineinhalb Jahren waren Sie in Sri Lanka. Wo hat es Sie denn in diesem Frühjahr hingezogen?

Im April war ich für knapp drei Wochen in Südafrika. Danach auf Lanzarote, im Juni in Kopenhagen – und im Herbst auf Zypern. Wenn ich frei habe, versuche ich eigentlich immer, irgendwo herumzureisen. Die großen Reisen sind dabei meistens im April, die mache ich immer mit jemandem zusammen. Irgendwo in die Sonne, einfach mal nur die Vanessa sein. Ganz unkompliziert – ohne dass ich vorher einen genauen Plan habe. Geschlafen wird in irgendwelchen Apartments oder Hütten, nicht in Hotels – die habe ich das ganze Jahr über. Und mittags schaue ich immer, wo ich die nächste Nacht verbringe.

Quelle: Berliner Morgenpost 26.11.2017


Quelle: Merkur 24.11.2017


Deutsche Meisterschaft auf Asphalt: Schlierseerin Vanessa Hinz vor Biathlon-Saison
Vanessa Hinz vom SC Schliersee ist mit ihrer Leistung bei den Deutschen Meisterschaften auf Asphalt nicht ganz zufrieden.

Schlierseerin Vanessa Hinz blickt optimistisch auf die Biathlon-Saison

Erster Leistungstest war für die Biathletinnen Vanessa Hinz und Stefanie Scherer die Deutsche Meisterschaft auf Asphalt. Die Athletinnen aus Schliersee und Wall waren mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden.

Schliersee/Wall– Auf Rollen durch die Chiemgau-Arena in Ruhpolding sind die Biathleten am Wochenende beim zweiten Teil der Deutschen Meisterschaften gelaufen. Nach Sprint und Verfolgung am vorvergangenen Wochenende im Bayerischen Wald standen diesmal der Massenstart und ein Staffelwettbewerb auf dem Programm. Mit dabei: Vanessa Hinz vom SC Schliersee und Stefanie Scherer vom SC Wall. So ganz zufrieden waren am Ende beide Athletinnen nicht.

Im Massenstart wurde Hinz Zwölfte, nur zwei Plätze dahinter lief Scherer ins Ziel. Bei der Dreierstaffel waren Marion Deigentesch, Hinz und Franziska Preuß Als Favoriten ins Rennen gegangen, immerhin als Zweite kamen sie über die Ziellinie. Mit einer guten Minute Rückstand folgte Stefanie Scherer, die mit Sophia Schneider und Sarah Schaber Dritte wurde. Allerdings sind die Ergebnisse nicht ganz aussagekräftig, da viele ausländische Athleten am Start waren, beim Staffelwettkampf jedoch nur Trios aus einem Landesverband – also dem Bayerischen Skiverband – in die Wertung der Deutschen Meisterschaften eingingen.

Hinz ist zwar mit der Laufleistung zufrieden, hadert aber mit einer momentanen Schwäche am Schießstand. Woran das liegt, kann die 25-Jährige nicht genau sagen. „Natürlich bin ich enttäuscht, weil ich keine gute Komplexleistung aus Laufen und Schießen abliefern konnte“, gibt Hinz zu. „Aber ich habe im vergangenen Jahr einen Schritt nach vorne gemacht und hoffe jetzt, dass ich das auf Schnee umsetzen kann.“ So blickt die Zollwachtmeisterin optimistisch in die Olympia-Saison 2017/18.

Trainiert wird jetzt erst einmal ohne Waffen – zumindest in der Woche nach der Deutschen Meisterschaft. „Wir können selbst entscheiden, ob wir Schießen trainieren wollen“, erklärt Hinz. Sie hat sich entschieden: „Das tut vielleicht ganz gut, wenn ich die Waffe mal eineinhalb Wochen weglegen und dann nochmal von vorne anfangen kann.“ Anfang Oktober steht dann das erste Training auf Schnee an, dort wo sich Biathleten immer noch am wohlsten fühlen.

Auf Schnee fühlt sich auch Stefanie Scherer vom SC Wall wohler. „Da kann ich den Ski ein bisschen besser laufen lassen.“ Mit der Laufleistung auf Asphalt war die 21-Jährige nicht zufrieden, mit den Resultaten beim Schießen hingegen schon. Mit der Waffe möchte sie allerdings noch schneller werden. Für sie geht es heuer darum, im Deutschlandpokal Erfahrung zu sammeln und sich erstmals für den IBU-Cup zu qualifizieren – die zweite Liga der Biathlon-Elite. „Ich will mich für den IBU-Cup anbieten. Vielleicht werde ich ja mal mitgenommen“, sagt Scherer.

Eines kann der jungen Wallerin ihr aber keiner mehr nehmen: Die Erfahrung, bei den Deutschen Meisterschaften gegen Weltcup-Starterinnen angetreten zu sein. „Da sieht man auch mal, wie groß der realistische Abstand zur Spitze ist.“ Und der betrug im Massenstart – auch wegen der guten Schießleistung – auf Vanessa Hinz nur 43 Sekunden.

Quelle: Merkur 18.09.2017


In Schwung gekommen ist beim ersten Biathlon Wettkampf im Bayerischen Wald die Schlierseerin Vanessa Hinz.

Deutsche Biathlon-Meisterschaft im Bayerischen Wald

Hinz und Scherer testen auf Rollen ihre Form

Die Biathleten sind im Bayerischen Wald in die Saison gestartet – und zwar bei der Deutschen Meisterschaft im Sommerbiathlon in Hohenzollern. Aus dem Landkreis gingen Vanessa Hinz (25) vom SC Schliersee und Stefanie Scherer (21) vom SC Wall an den Start.

Das Fazit: Der erste Test war noch nicht perfekt, doch die Richtung stimmt.

Sowohl im Sprint über 7,5 Kilometer als auch in der Verfolgung über zehn Kilometer rollte Hinz als Achte ins Ziel. „Ich sehe, dass ich gut dabei bin“, zieht die Schlierseerin nach dem ersten Wettkampf-Wochenende der Olympia-Saison Bilanz. Vor allem mit ihrer Laufleistung ist Hinz zufrieden, mit dem Schießen weniger. „Da wird es auch noch Klick machen“, ist die 25-jährige Zollbeamtin sicher. Zumal der Wettkampf auf Rollen natürlich ein ganz anderer ist, als im Winter bei Schnee.

Um genau zu sagen, wo man bei der Konkurrenz steht, ist es noch zu früh. „Es war aber gut, mal wieder in Schwung zu kommen und sich zu quälen“, sagt Hinz. Am kommenden Wochenende, 15. bis 17. September, startet sie ebenfalls in Hohenzollern beim Zweiten Internationalen Sommerbiathlon. Das Training unter der Woche verläuft eher locker. „Im Winter steht dann schließlich genügend an.“

Komplett zufrieden ist auch Scherer nicht. Die 21-Jährige vom SC Wall hat sich intensiv auf den Wettkampf vorbereitet. „Die Strecke ist aber eine ganz andere, als die daheim in Ruhpolding“, sagt sie. Vermutlich war sie das Rennen – speziell den Sprint am Samstag – zu schnell angegangen. Gegen Ende reichte die Kraft nicht aus, um über Platz 23 hinauszukommen.

Bei der Verfolgung fühlte sie sich dann etwas besser und landete auf Rang 20. „Beim Schießen habe ich nicht ganz abrufen können, was ich eigentlich kann“, sagt Scherer. Das habe sich schon beim Anschießen angedeutet. Die 21-Jährige ist nun gespannt, wie es beim zweiten Rennen der Saison läuft. Schon am Donnerstag werden sich die Biathletinnen wieder die Rollen anschnallen und um die internationalen Titel im Sprint, Einzel und Single Mixed kämpfen.

Quelle: Merkur 12.09.2017


Sportpromis genießen das Erdinger Herbstfest

Hoch die Krüge! Das Team Erdinger Alkoholfrei hatte sichtlich Spaß beim großen Stelldichein auf dem Herbstfest (vorne, v. l.): Vanessa Hinz, Julia Gajer, Magdalena Neuner, Franziska Preuß, Claudia und Werner Brombach, Nicole Leder, Laura Philipp, Perspektivathletin Anna-Lena Pohl, Eva Wutti, Patrick Lange, Lukas Hofer; (hinten, v. l.): die Perspektivathleten Fabian Reuter und Fabian Günther, Michael Göhner, Andreas Birnbacher, Peter Liebert, Norbert Langbrandtner, Lothar Leder, Stefan Huckemann, Josef Westermeier, Wenke Kujala, Daniela Sämmler, Nils Frommhold, Dominic Reiter, Andreas Raelert und Andreas Dreitz.

Egal, ob Magdalena Neuner, Vanessa Hinz, Patrick Lange oder Michael Göhner: Die Stars der Bi- und Triathlonszene stießen am Dienstag auf dem Herbstfest an. Das Team Erdinger Alkoholfrei hatte zum großen Treffen eingeladen.

Erding – Von der Loipe an den Schießstand und dann Ziele anvisieren müssen, die dem Visier davonlaufen. Puh, das geht einem Biathleten gerade noch ab. Quasi erschwerte Bedingungen herrschen am Dienstagabend für die Sportstars auf dem Erdinger Herbstfest. „Bei uns bewegen sich die Scheiben normalerweise nicht“, merkt Magdalena Neuner schmunzelnd an, während sie die aktuellen Stars des Biathlon-Zirkus’, Franziska Preuß und Vanessa Hinz beobachtet, die sich gerade an der Schießbude versuchen.

Die beiden gehen hochkonzentriert an die Sache ran und sorgen mit ihren Gewehren dafür, dass keines der anvisierten Metalltierchen auf dem Laufband stehen bleibt. Ein Biathlon-Profi darf sich bei so einer Aufgabe eben nicht blamieren. Zugegeben: Wirklich erschwerte Bedingungen sind das für die Spitzensportlerinnen natürlich nicht. Schließlich haben sie nicht mehrere Kilometer Langlauf von der Loipe an den Schießstand mitgeschleift, sondern müssen nur ein paar Meter zu Fuß zurücklegen – von der Box im Weißbräuzelt aus, in dem das Team Erdinger Alkoholfrei traditionell am Herbstfest-Dienstag zusammgengekommen ist.

Preuß: „Jedes Jahr wieder gern“

Höchste Konzentration am Schießstand: Die Biathletinnen Franziska Preuß (l.) und Vanessa Hinz wollen sich nichts nachsagen lassen.

Ein Termin, den die Topsportler nicht missen wollen. Vor allem nicht eine Magdalena Neuner, die nach dem Karriereende ihre alten Teamkameraden sonst nur noch selten zu Gesicht bekommt. „Es ist total nett, die anderen Athleten wiederzusehen“, sagt die 30-Jährige strahlend. Drei-, viermal ist sie schon auf dem Erdinger Herbstfest gewesen, schätzt Neuner, die die „total gmiatliche Atmosphäre“ liebt.

Ähnlich wohl fühlen sich auch Franziska Preuß und Vanessa Hinz. „Wir waren schon ein paar mal da – jedes Jahr wieder gern“, sagt die 23-jährige Preuß. Für sie ist das Volksfest eine willkommende Abwechslung vom Trainingsalltag, der bereits seit Mai wieder läuft. Ein Profi-Biathlet hat im Jahr nur einen Monat Trainingspause, und zwar im April.

Vom 8. bis 10. September wird’s jetzt dann bald ernst: Lange vor dem großen Weltcup-Auftakt in Östersund Ende November stehen die deutschen Meisterschaften im Bayerischen Wald an – auf Rollen, nicht auf Skiern, versteht sich. Kann man sich knapp zwei Wochen vor dem Ernstfall überhaupt eine Maß Bier leisten? Klar, findet Hinz, die einen Weißbierkrug in der Hand hält. „Das darf man sich unter der Saison erlauben. Wir sind erwachsene Leute“, sagt die 25-Jährige. Sie und ihre Sportkameraden seien alt genug, zu wissen, was für ihren Körper gut sei. Oder eben zu viel.

Einen beschwipsten Eindruck machen sie und ihre Teamkollegen ohnehin nicht, auch Neuner nicht. Sie ist zwar längst raus aus dem aktiven Profisport, die meisten Reporter und Autogramm-Jäger zieht sie aber trotzdem auf sich. Bestens gelaunt, nimmt sie sich für jede Anfrage Zeit. Ein kleiner Bub zum Beispiel kommt aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus, als sich der Wintersport-Star zu ihm für ein Foto hinunter beugt. Neuner ist bestens vorbereitet. Wer eine Unterschrift haben will, für den greift sie ins Handtäschchen. Dort hat sie einen Stoß bereits signierter Autogrammkarten deponiert.

Neuner: „Gehe in Mutterrolle voll auf“

Neuner ist zwar nach wie vor regelmäßig für einige Sponsorenpartner unterwegs. Ansonsten steht für die mittlerweile zweifache Mama die Familie im Vordergrund. „Ich gehe in meiner Mutterrolle voll auf“, sagt Neuner, nicht die einzige Ehemalige, die beim Erdinger-Treffen dabei ist. Ihre Verbundenheit zum Alkoholfrei-Team unterstreichen auch die unter anderem anwesenden Ex-Profis Andreas Birnbacher sowie Nicole und Lothar Leder.

Der Großteil der Mannschaft steht dann aber voll im Saft. Neben den Biathleten, unter denen sich auch Lukas Hofer befindet, schauen auch die Triathleten am Dienstag zahlreich vorbei, darunter der dreimalige Vizeweltmeister Andreas Raelert, Nils Frommhold, Julia Gajer und Eva Wutti. Natürlich darf auch der aktuelle Champion des Erdinger Stadttriathlons, Patrick Lange, nicht fehlen. Er hat 2016 den Ironman Texas gewonnen und wurde, ebenfalls im vergangenen Jahr, bei der großen Ironman-WM auf Hawaii Dritter. Mitte Oktober steht diese wieder auf dem Programm.

Nicht dabei sein wird dann Michael Göhner – der König von Erding, was den Stadttriathlon angeht. Sieben Mal hat er den schon gewonnen. Ungefähr doppelt so oft, schätzt er, hat er sogar schon beim großen Treffen auf dem Herbstfest vorbeigeschaut. Heuer hat er den Triathlon in der Herzogstadt übrigens ausgelassen. „Das hat mir diesmal nicht reingepasst“, gesteht der 37-jährige Reutlinger. Zwei Mitteldistanzen hätten diesmal Priorität gehabt.

Immerhin hat’s für einen Abstecher zum Herbstfest gereicht, vor dem es für die Athleten sogar eine Brauerführung gegeben hat. Der Technische Geschäftsführer Peter Liebert hat den Tross höchstpersönlich durch den Weißbräu geführt.

Quelle: Merkur 30.08.2017


Drei Dringe, die Sie wahrscheinlich noch nicht über  Vanessa Hinz wussten

Wenn Vanessa Hinz Abstand vom Trubel braucht, setzt sie sich auf „ihre“ Bank an der Weinbergkapelle hoch über dem Schliersee. „Da habe ich meine Ruhe und trotzdem den See vor der Nase“, sagt die sympathische Profisportlerin mit einem Lächeln. Denn in ihrem Leben gibt es allerhand Trubel.

Die Schlierseer Biathletin ist diesjährige Weltmeisterin in der Staffel und Mixed-Staffel. Nach einem erfolgreichen Saisonabschluss kehrte sie Ende März aus dem österreichischen Hochfilzen in ihre Heimatgemeinde zurück. Der Jubel war groß im beschaulichen Schliersee, und Vanessa wurde mit Glückwünschen und Geschenken überhäuft.

Die 25-Jährige lebt seit ihrer Kindheit für und mit dem Sport. Ihre ersten Erfolge feierte sie als Teenager im Skilanglauf. Nach dem Abitur nahm sie an einem Biathlon-Schnuppertraining teil und wechselte kurzerhand die Disziplin.

Mittlerweile ist die Athletin aus dem deutschen Biathlon-Sport nicht mehr wegzudenken. Natürlich gibt es auch immer wieder Niederlagen, aber Vanessa Hinz arbeitet hart an ihrer sportlichen Konstitution, schließlich ist eines ihrer großen Ziele die Teilnahme an den olympischen Winterspielen – der Königsdisziplin für jeden Profisportler.

Aber momentan ist – zumindest kalendarisch ‒ Frühling, und Vanessa hat Zeit, sich ein bisschen zu erholen. Vor Kurzem kam sie von einer Urlaubsreise aus Südafrika zurück. „Backpacking“ – also Rucksackurlaub ‒- macht ihr besonderen Spaß, erzählt sie begeistert. Reisen ist überhaupt eines ihrer Steckenpferde, und das macht sie, so oft es ihre Sportkarriere erlaubt.

Am liebsten verbringt sie ihre freien Tage jedoch am Schliersee bei ihrer Familie und ihren Freunden. Trotz des ganzen Rummels und Erfolgs ist Vanessa angenehm bodenständig geblieben. „Schliersee ist meine Heimat“, bekundet sie.

Doch ganz ohne Sport hält sie es auch im Heimaturlaub nicht aus. „Ich mach dann Joggen, Mountainbiken oder Bergtouren, um mich fit zu halten.“ Vanessa Hinz ist eine offene, fröhliche junge Frau, die freimütig über ihr Leben und ihren Sport erzählt. Ihr Lieblingsgericht sind „Kasspatzn“, und zum Naschen darf’s gerne mal ein „Raffaelo“ sein.

Fotos: Vanessa Hinz, Andrey Anosov

Quelle: Schliersee Magazin vom 06.05.2017


Empfang für Biathlon-Weltmeisterin

Vanessa Hinz: „Das hat mich sehr gerührt“

Besondere Ehre: Vanessa Hinz durfte sich in die Goldenen Bücher der Gemeinde und des Landkreises eintragen.

Sehr gerührt war Doppel-Weltmeisterin Vanessa Hinz vom Empfang ihrer Heimatgemeinde. Die Biathletin durfte sich in die Goldenen Bücher der Gemeinde und des Landkreises eintragen und wurde zum Ehrenmitglied des SC Schliersee ernannt.

Schliersee – Endlich ist Zeit für Pause. Pause vom Weltcupzirkus, vom Schnee und vom Gewehr. Beim großen Empfang am Schlierseer Rathaus bekam Biathletin Vanessa Hinz nun ein besonderes Geschenk: In Zukunft kann die Doppel-Weltmeisterin im Kurpark auf ihrer persönlichen Liege Rast machen. „Ich bin ziemlich gut darin, Pause zu machen“, sagte Hinz bei der feierlichen Übergabe durch Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer scherzhaft.

Mit einer Kutsche wurde Hinz zuvor zusammen mit Schwester Viktoria, Mama Steffi und Papa Reiner zum Rathaus gebracht. Am Ende eines langen Spaliers aus Langlaufskiern, getragen vom Nachwuchs des SC Schliersee, wurde sie empfangen. Schnitzenbaumer gratulierte dem Aushängeschild seiner Gemeinde dann gleich mehrfach. Nachträglich zu ihrem 25. Geburtstag am Vortag und der Wahl zur Sportlerin des Jahres im Landkreis durch die Leser der Heimatzeitung. „Zu diesem Titel wird man nicht nur durch sportliche Erfolge gewählt, sondern eben auch durch Ausstrahlung, Sympathie und das Wesen“, sagte Schnitzenbaumer. Und natürlich zu ihren sportlichen Erfolgen. Hinz wurde im Februar in Hochfilzen (Österreich) zwei Mal Weltmeisterin – mit der Mixed-Staffel und der Staffel. Auch Landrat Wolfgang Rzehak ist stolz auf die Schlierseerin. Sie sei eine der Sportlerinnen, die unseren Landkreis ausmachen. „Das ist die Erdung daheim. Sie weiß einfach, wo sie herkommt.“

Während die Fans den Klängen der Schlierseer Blasmusik lauschten, trug sich Hinz in die Goldenen Bücher der Gemeinde und des Landkreises ein. „Das war bewegend und hat mich sehr gerührt“, sagt Vanessa Hinz. Als sie sich bei den Schlierseern bedankte, die immer mit ihr mitfiebern und sie unterstützen, konnte sie die Tränen nicht zurückhalten.

Empfang einer Weltmeisterin: Schliersee feiert Vanessa Hinz

Empfang einer Doppel-Weltmeisterin im Biathlon: Schliersee feiert Vanessa HinzEmpfang einer Doppel-Weltmeisterin im Biathlon: Schliersee feiert Vanessa HinzEmpfang einer Doppel-Weltmeisterin im Biathlon: Schliersee feiert Vanessa HinzEmpfang einer Doppel-Weltmeisterin im Biathlon: Schliersee feiert Vanessa Hinz

Im Kurz-Interview mit Langlauf-Olympia-Silbermedaillengewinner Peter Schlickenrieder verriet Hinz, dass ihr der Übergang vom Langlauf zum Biathlon gar nicht so leicht fiel. „Aber ich habe mein Ding durchgezogen und mich durch Leistung bewiesen.“ Den Kindern gab sie auch einen Appell mit auf den Weg: „Das Wichtigste ist einfach der Spaß.“

Am Abend trafen sich dann Familie, Freunde und einige Sponsoren im Gasthof Terofal, um ihre Vanessa gebührend zu feiern. Mit dabei war auch Freundin und Weltcup-Kollegin Franziska Preuss. Alois Gartenleitner, Vorsitzender des SC Schliersee, ernannte die erfolgreichste Sportlerin des Vereins seit Schlickenrieder sichtlich gerührt zum Ehrenmitglied. „Es war einfach ein wunderschöner Tag“, sagte Hinz, die sich jetzt erst einmal für zweieinhalb Wochen in den Urlaub nach Südafrika verabschiedet. Um Pause zu machen.

Michael Eham

Quelle: Merkur.de vom 27.03.17


Tipp-König:

Bei Vanessas Facebook-Gewinnspiel konnte unser Fanclub-Mitglied Ludwig Möginger als einziger das genaue Gewicht von Vanessas goldenem Erdinger-Alkoholfrei-Glas inkl. Ihrer beiden Goldmedaillen bis auf das Gramm genau richtig schätzen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Gewinn.



Neuer Fanclubbanner

Seit Oberhof ist unser neuer Fanclubbanner im Einsatz. Beim Weltcup in Ruhpolding hat Vanessa diesen dann gleich signiert.

Vielen Dank an die Firma Erdinger für das Herstellen und zur Verfügung stellen des neuen Banners.


Sieg auf Schalke

Heute konnte sich Vanessa mit Simon Schempp den Sieg bei der World-Team-Challenge in der Arena auf Schalke sichern. Vanessa die kurzfristig für die erkrankte Franziska Preuß einspringen musste, zeigt eine starke Leistung am Schießstand. Auf dem zweiten Platz landete das deutsche Duo Franziska Hildebrand/Erik Lesser vor dem russischen Team Olga Podschufarova/Alexey Volkov. Herzlichen Glückwunsch!!